Erweiterung der Zentralen Beratungsstelle (ZBS) in der Gasstraße
(Ratssitzung vom 18.06.2019)
Die Stadt Neumünster wird aufgefordert Gespräche mit der Diakonie über eine Erweiterung der Zentralen Beratungsstelle (ZBS) in der Gasstraße zu führen. Als kurzfristige Übergangslösung soll außerdem die Aufstellung von Containern für Obdachlose geprüft werden.

Begründung:

Am 2. Mai 2019 berichtete der „Holsteinische Courier“ mit der Überschrift „Zahl der Obdachlosen in Neumünster steigt“ über zunehmende Obdachlosigkeit. Die Zahl der Übernachtungen in der Zentralen Beratungsstelle (ZBS) der Diakonie Altholstein an der Gasstraße stieg 2018 auf 4410. Das ist ein Anstieg um 14%. Mehrfach mußten nach Aussage der Diakonie Extra-Betten aufgestellt werden, weil die Kapazitäten nicht mehr ausreichten.

Hier muß jetzt gehandelt werden, damit im kommenden Winter ausreichend Unterkünfte vorhanden sind, denn eine „Besserung ist derzeit nicht in Sicht, zumindest nicht für diejenigen, die mit wenig Geld über die Runden kommen müssen.“, so die Fachbereichsleiterin bei der Diakonie Altholstein. Sollte bis zum Winter keine Erweiterung möglich sein, muß die Aufstellung von Containern auf dem Gelände der Zentralen Beratungsstelle (ZBS) in der Gasstraße in Erwägung gezogen werden, damit auch in den kalten Tagen ausreichend Platz vorhanden ist, um Obdachlose menschenwürdig unterbringen zu können.

Mehrfach haben die Nationaldemokraten in der Ratsversammlung auf eine drohende Obdachlosigkeit durch Wohnungsnot hingewiesen. Unsere Anträge wurden abgelehnt. Jetzt bestätigt sogar die Diakonie als Betreiber der Zentralen Beratungsstelle (ZBS) in der Gasstraße unsere Aussagen. In einer Presseerklärung nimmt die Diakonie dazu Stellung: „Für die Wohnungslosenhilfe zeichnet sich weiterhin ab, daß das Angebot an bezahlbaren und zumutbaren Wohnraum für Neumünsteraner mit kleinem Einkommen unzureichend ist: Sozialwohnungen werden weiterhin abgebaut und die Tendenz bei Neubauten geht zu höherpreisigen Wohnungen.“
(https://www.diakonie-altholstein.de/de/wenig-bezahlbarer-wohnraum-zahl-der-wohnungslosen-steigt)

Uns ist bewußt daß dieser Antrag die Not lediglich lindert und weitere Maßnahmen, wie die Schaffung von ausreichend bezahlbaren Wohnraum erforderlich sind, damit Obdachlosigkeit erst gar nicht entsteht.

Die NPD-Fraktion Neumünster bittet um Zustimmung für diesen sozialpolitischen Antrag.



zurück

Mark Proch am Infostand

Neue Schleswig-Holstein-Stimme erschienen!

Die aktuelle Ausgabe unserer Schleswig-Holstein-Stimme kann jetzt auch als PDF auf unserer Weltnetzseite gelesen werden. Haben sie Interesse unsere Zeitschrift regelmäßig zu erhalten, dann melden Sie sich bei uns, denn gegen einen geringen Unkosten­beitrag schicken wir Ihnen die SH-Stimme regelmäßig zu. Die aktuelle Ausgabe können Sie hier lesen: