Änderungsantrag: Beitragsfreiheit in Kitas
(Ratssitzung vom 08.09.2020)
Die Stadt Neumünster prüft die Möglichkeit, Eltern, die sich entscheiden, die Kinder zu Hause zu betreuen, einen finanziellen Ausgleich in Höhe der Kita-Gebühren zu gewähren.

Begründung:

Grundsätzlich begrüßt die NPD-Fraktion die Initiative der FDP, der Linken und des Abgeordne-ten Joost zur Beitragsfreiheit in Kitas, da diese die Familien entlastet. Wir betrachten es jedoch kritisch, wenn Kinder zu früh in Betreuung gegeben werden. Besonders in den ersten drei Jahren ist eine feste Bildung an die Mutter bzw. an das Elternhaus aus unserer Sicht für die Entwicklung des Kindes positiv. Die Vorsitzende der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DVP), Ger-traud Schlesinger-Kipp, äußerte sich zu der Thematik wie folgt:

„Generell gilt: Trennungserfahrungen in sehr frühem Alter werden im Körper gespeichert. Sie tauchen in späteren Situationen als Ängste wieder auf. Ein Kind entwickelt erst langsam die Fä-higkeit, die Abwesenheit der Eltern innerseelisch zu verkraften.”

In unserer kapitalistischen Konsumgesellschaft wird es als fortschrittlich und modern empfun-den, wenn Mütter möglichst frühzeitig nach der Geburt wieder arbeiten gehen. Oft zwingen auch finanzielle Sorgen zur Arbeitsaufnahme. Hier müssen andere familienpolitische Maßnahmen, wie beispielsweise ein Müttergehalt, eingeführt werden.

Auch wenn die NPD-Fraktion Neumünster die Eigenbetreuung durch die Mutter als Idealfall be-trachtet, möchte sie dennoch die Entscheidung selbstverständlich den Eltern überlassen. Damit jede Familie jedoch wirklich frei entscheiden kann, fordern wir einen finanziellen Ausgleich in Höhe der Kita-Gebühr für Eltern, die sich bewußt dazu entscheiden, ihr Kind zu Hause zu be-treuen.



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Mark Proch am Infostand

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