Was für Heuchler!
- Auf einmal entdecken die Grünen das Interesse am Tierheim Wasbek -
Auf der letzten Ratssitzung Ende Juni stellte die NPD-Fraktion einen Dringlich­keits­antrag für eine Soforthilfe für das Tierheim Wasbek. Voraus­gegangen war ein Hilferuf des Tierheims auf Facebook, in dem die Leiterin verkündete, daß es nicht mehr möglich ist, „für alle Wild- und Fundtiere in Not da zu sein“.

Beschlußtext Tagesordnung:
Es liegt ein Dringlich­keitsantrag der NPD-Ratsfraktion betr. die Unter­stützung für das Tierheim Wasbek vor.
Die Dringlichkeit ist in dem Antrag entgegen § 19 Abs. 1 Satz 2 der Ge­schäfts­ordnung nicht expli­zit begrün­det. Ratsherr Proch begründet die Dringlich­keit mündlich.
Die Dringlichkeit des Antrags wird von 2 Ratsmitgliedern bestätigt. 40 Rats­mitglieder sehen die Dringlichkeit als nicht gegeben an.
Der Antrag wird also nicht auf die Tages­ordnung genommen.
Wie zu erwarten war, wurde der Antrag ohne inhaltliche Diskussion von allen anderen Fraktionen, auch den Grünen, abgelehnt. Der NPD-Fraktions­vorsitzende wollte das nicht tatenlos hinnehmen und rief zu Spenden für das Tierheim auf, die er persönlich dort übergab (wir be­rich­teten).

Jetzt, nach dem die Nationaldemokraten die Probleme des Tierheims Wasbek mehrfach öffentlich ange­sprochen haben, scheinen nun auch die Grünen das Interesse am an dem Thema entdeckt zu haben. Medien­wirksam stellte man eine Kleine Anfrage und der Holsteinische Courier, der über die vorherigen Aktivi­täten der NPD kein einziges Wort berichtete, ver­öffentlicht nun einen großen Artikel, in dem die Aktivitäten der Grünen in höchsten Tönen gelobt werden und der Fraktions­vorsitzende Radestock umfassend zu Wort kommt. Mit der Behauptung, daß seine Fraktion die Ver­teilung des Geldes an die beiden Tier­heime schon immer skeptisch gesehen habe, sorgt er besten­falls für Gelächter. Radestock muß sich die Frage gefallen lassen, warum er erst jetzt tätig werden möchte und sich in Schweigen hüllte, als es auf der letzten Ratssitzung um einen diesbezüglichen Dringlichkeits­antrag der NPD ging.

Einseitige Berichterstattung:
HOLSTEINISCHER COURIER
Tierheim Wasbek will Fundtier-Vertrag mit Neu­münster neu verhandeln
Die Grünen stellen eine Kleine Anfrage zur finanziellen Situ­ation.…
Kein Wort davon, daß die NPD dieses Thema schon längst aufgegriffen hat!
„Herr Radestock, Sie haben auf der nächsten Ratssitzung die Möglichkeit sich wirklich für das Tierheim in Wasbek einzusetzen, denn wir haben, nach dem der Dringlich­keitsantrag nicht zuge­lassen wurde, erneut einen Antrag zur Unter­stützung des Tierheims in Wasbek eingereicht. Sollten Sie erneut gegen eine Unter­stützung stimmen, muß ich davon ausgehen, daß Ihr Interesse an diesem Thema lediglich geheuchelt zu sein scheint. Ihre Berechtigung als Partei, die vorgibt, sich für den Tierschutz einzusetzen hätten Sie spätestens ab diesem Zeitpunkt verspielt“, so der NPD-Fraktions­vorsitzende Mark Proch.









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Mark Proch am Infostand

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